Tauchen in aller Welt, speziell in den Ländern Südamerikas und der Karibik:

 

Wie ich ja schon geschrieben habe, habe ich beruflich den grossen Vorteil, viel reisen zu können. Ehrlich gesagt ist es aber auch oft schwer, die Freunde und vor allem meinen Sohn, immer wieder zurück zu lassen. Allerdings ergibt sich durch die vielen Reisen für mich die Möglichkeit, dass ich an vielen Orten dieser Welt tauchen kann. Meine Erfahrungen und Eindrücke versuche ich dann, in Text und Bild festzuhalten und hier vorzustellen. Viele dieser Orte sind in Deutschland unter Tauchern noch nicht ganz so bekannt, bzw. unbekannt. Vielleicht kann ich das mit Expetours Divers ein wenig ändern.

 

 

Natürlich genieße ich auch mal die Vielfalt des Roten Meeres in Ägypten oder die Kälte des zugefrorenen Urisees in Österreich. Also, hier findet Ihr zu allem ein wenig. Ich versuche auch, zu den verschiedenen Orten brauchbare Reiseinformationen zu hinterlegen, damit Ihr Lust bekommt, auch mal nach Westen zu fliegen und nicht immer nur nach Osten.

 

In den letzten vier Jahren habe ich somit Tauchausflüge und Tauchgänge in Ägypten (Safaga, El Gouna), Brasilien (Santos, Rio de Jainero), Chile (Viña del Mar), Deutschland (Hemmoor, Speicherbecken Lingen, Torfmoorsee Hörstel,...), Kolumbien (Cartagena, San Andres), Costa Rica (Guanacaste) sowie in Österreich (Urisee) gemacht. Alles in allem hat das Tauchen überall Spaß gemacht, wenn auch ein Tauchgang in Hemmoor nicht mit der Karibik oder dem Roten Meer verglichen werden kann.

 

Nun aber zu den verschiedenen Orten in aller Welt, die ich so schon besucht habe. Nachdem ich lange überlegt habe, wie ich sie am besten auflisten kann, habe ich beschlossen, dies alfabetisch zu tun. Auch wenn dies nicht immer der Kronologie der Reisen entspricht. Informationen zum Tauchen in Deutschland und Umgebung gibt es hier.....

 

Ägypten - Sonne, Meer und viele bunte Fische:

Safaga - Die kleine Schwester von Hurgada

 

Meinen ersten organisierten Tauchurlaub mit Ivan´s Dive Team machte ich im Juni 2003. Das Ziel war Safaga. Südlich von Hurgada gelegen und noch nicht ganz so vom Tauchboum ergriffen wie Hurgada.

 

 

Was allerdings nicht bedeutet, dass man mit einem Tauchboot alleine an den Tauchspots liegt. Auch, da viele Tauchboote von Hurgada Richtung Süden fahren und somit die Boote aus Safaga an den Tauchspots treffen. Interessant ist auch ein Tauchgang am Wrack der Saalem Express, einer Pilgerfähre, die 1992 mir offiziel 900 Pilgern an Bord gesunken ist. Allerdings ist der Early Morning Dive, den man hierzu macht, eigentlich die moderne Art der Bauernfängerei.

 

El Gouna - Vom privaten Heim zum Nabel der Taucherwelt

 

Die zweite Ägypten Reise ging dann im Februar/März 2005 nach El Gouna, einem recht jungen Reiseziel in Ägypten. Auch diese Reise war durch Jürgen Janning von Ivan´s Dive Team organisiert. El Gouna ist eine künstliche Lagune nördlich von Hurgada. Nachdem diese Lagune als privates Erholungsgebiet des Grundbesitzers geplant war, versammelt sich hier inzwischen alles, was an Hotels Rang und Namen hat. Unter anderem existiert auch ein Hotel Steigenberger Golf Resort. Es muß schon interessant sein, in der Wüste Golf zu spielen.

 

 

Neben dem Steigenberger, einem fünf oder mehr Sterne Golfhotel (in der Wüste) und anderen fünf Sterne Häusern kann man aber durchaus auch zu normalen Preisen dort wohnen. Ein Vorteil von El Gouna ist, dass teilweise Tauchspots angefahren werden, die von Hurgada aus für Tagesausflüge zu weit sind. Somit ist der Bestand der Riffe hier auf jeden Fall noch besser als in Hurgada oder Safaga. Man hat auch die Möglichkeit von El Gouna aus, auf einem Tagesausflug zur Thistlegorm zu fahren, um das wohl bekannteste Wrack des Roten Meeres zu betauchen.

 

Brasilien - Samba, Karneval und verdammt schöne Strände:

Laje de Santos - Entspannung vom Leben in Sao Paulo

 

Brasilien ist einer der großen Vorteile meines Jobs. Das Land ist wirklich beeindruckend. Für alle Männer, die diesen Berichten folgen, nur am Rande, dass 54% der brasilianischen Bevölkerung Frauen sind. Zur Bedeutung dieser Zahlen sage ich allerdings nichts. Inzwischen kenn ich nun schon das komplette südliche Brasilien. Ein guter Ort zum Tauchen und gar nicht weit weg von Sao Paulo ist z.B. der Ort Santos, wichtigster Hafen im Bundesland Sao Paulo.

 

 

Man kommt schnell per Bus oder per PKW dort hin und hat durchaus eine Auswahl an Tauchbooten, die raus fahren. Die Wahl ist allerdings nicht entscheidend, was das Tauchziel angeht. Man trifft sich meist eh wieder am Laje de Santos oder an den Islas Quebradas. Was allerdings einen Unterschied macht, ist zum einen die Zeit, in der man zum Tauchgebiet kommt und zum anderen das Essen, das es auf dem Tauchboot gibt.

 

Ilha Bella - Die schöne Insel mit den vielen Wracks

Wenn man auf der Autobahn von Sao Paulo nach Rio de Jainero fährt, erreicht man auf halbem Wege die Abfahrt zur Ilha Bella. Die Tatsache, dass ein Freund von mir dort ein Haus besitzt, habe ich natürlich dafür genutzt um hier tauchen zu gehen. Die Insel ist wirklich sehr schön und man kann sich im Ort mit jeglichen kulinarischer Köstlichkeit verwöhnen lassen.

 

 

Die Ilha Bella hat leider nur einen Nachteil. In unmittelbarer Nähe der Insel ist ein Entladestation für Öltanker. Diese versorgen die Raffinerien in der Umgebung von Sao Paulo. Aus diesem Grunde hat man immer ein oder zwei dicke Brummer vor Augen. Unterwasser gibt es auch einiges zu sehen. Rund um die Insel verteilt liegt eine Unmenge von Wracks aus der Jahrhundertwende. Schade nur, dass die Sicht sehr stark beeinträchtigt ist.

 

Rio de Jainero - Von Marina del Gloria vorbei am bekanntesten Strand Brasiliens

Für einen Urlaub in Brasilien ist Sao Paulo aber wahrscheinlich nicht das interessanteste Ziel. Da klingt doch Rio de Jainero schon viel besser, oder? Auch hier kann man sehr gut zum Tauchen heraus fahren. Es bedarf allerdings einiger Kontakte auch immer kurzfristig ein Tauchboot zur Verfügung zu haben.

 

 

Wenn man dies allerdings hat, fährt man von der Marina del Gloria hinaus, um an der Copacabana vorbei zu seinem Tauchziel zu schippern. Genauso wie in Santos kann man hier alles haben, was der Atlantik hergibt. Vom Wrack über die Schildkröte bis zum Weißen Hai. Das wird zumindest behauptet. Einmal hatten wir auch ein Bild von einem großen Weißen mit genommen.....

 

Curacao - Die Niederländischen Antillen rufen:

Curacao - Karibik, Reggae und Holzschuhe:

Auf einer Reise nach Venezuela hatte ich die Möglichkeit ein verlängertes Wochenende auf Curacao einzuschieben. Das dort ansässige deutschsprachige Tauchcenter kannte ich durch Jürgen Janning von Ivan´s Dive Team, der schon einige Gruppenreisen nach Curacao organisiert und durchgeführt hat. Ein weiterer Vorteil war, dass eine Freundin gerade ihren Dive Master bei diesem Tauchcenter machte.

 

 

Nach anfänglichen Problemen kann ich dann doch noch von einem richtig guten Tauchwochenende mit viel Wasserkontakt und vielen Stories erzählen. Die Flexibilität des Tauchcenters ist wirklich hervorragend. Alle Probleme, die sich aus einem Kommunikationsproblem ergaben, wurden kurzfristig gelöst.....

 

Chile - 12.000km entfernt, aber fast wie Deutschland

Vina del Mar- Der Humbold Strom, Garant für guten/leckeren Fisch und verdammt kalt:

 

Einer der Gründe, warum ich gerne in Chile bzw. auch in Peru bin, ist definitiv das kulinarische Angebot an Fisch und Meeresfrüchten. Nun ja, ein Grund hierfür ist die geringe Temperatur des Humbold Stroms, der die Pazifikküsten Südamerikas entlang fließt. Der Versuch, diesen zu betauchen, war auch sehr interessant.

 

 

Es wurde angekündigt, dass man an diesem Spot, etwas nördlich von Viña del Mar durchaus auf Seehunde treffen könnte. Nun ja, wärend des Tauchens hätte ich eher mit Pinguinen gerechnet. Es war trotz gut sitzendem sieben Milimeter Halbtrockenanzug doch ganz schön schattig. Besonders, wenn man die 30 Meter Tiefenmarke erreicht, hält sich die Euphorie in Grenzen und man wünscht sich in seinen guten alten Trockentauchanzug in Deutschland.

Expedia.de - Reisen. Wie, wann, wohin du willst.

Costa Rica - Haie, Mantas und viele Amerikaner:

Playa de Coco - Kleine Fische, große Haie oder Fische sind Freunde, kein Futter:

 

Wenn man wirklich schön tauchen möchte, dann fährt man in Mittelamerika z.B. nach Playa de Coco (Guanacaste) . Hier ist der Pazifik dann auch schon etwas wärmer als in Chile und somit auch die Artenvielfalt größer als weiter südlich. Man findet Mantas, Haie, Marlins und von den Schildkröten fühlt man sich auf dem Tauchboot schon fast belästigt. Auch Delfine geben sich hier gerne ein Stelldichein mit den Tauchbooten.

 

 

Da dann auch noch das Wetter gut ist und die Natur, als großes Kapital Costa Ricas, sehr gut geschützt wird, steht einem Tauchabenteuer hier nichts im Wege. Ich habe schon fast beschlossen, wenn ich weiter auf den Spuren von PADI wandern sollte, würde ich meinen Dive Master hier machen. Die Natur ist wirklich atemberaubend, besonders, wenn man morgens nach dem Aufwachen in die Augen eines Geckos schaut. Da sage ich nur Pura Vida....

 

Kolumbien - Karibik, Bier und Vallenato:

Cartagena - Tauchen an den Islas del Rosario und dann hinein in die karibische Nacht

 

Das Thema Kolumbien habe ich bereits in der Rubrik Reisen angeschnitten. Ich liebe dieses Land, für seine Natur, für seine Menschen und natürlich auch wegen der unendlichen Kultur und Geschichte, die man hier finden kann. Besonders der prekolumbianische Part ist interessant. Was das Tauchen angeht, ist Kolumbien durch seine geografische Lage auch sehr vielfältig. So gibt es z.B. die karibische Küste, einige Inseln in der Karibik oder auch die Pazifikküste, alles unterschiedliche Regionen und Lebensräume.

 

 

Die Islas del Rosario im Bundesstaat Atlantico sind z.B. ein Naturreservat in unmittelbarer Nähe der Stadt Cartagena, Weltkulturerbe für ihre koloniale Architektur. Leider ist dies aber auch eins der größten Probleme der Islas del Rosario, da Cartagena auch gleich mit der wichitigste Karibik/Atlantik Hafen Kolumbiens ist. Somit haben die Riffe weniger unter dem starken Schiffsverkehr gelitten, als unter der damit verbundenen Umweltverschmutzung, wie Verklappung von Schmutzwasser und Müll im Meer.

 

San Andres - Auf den Spuren von Henry Morgan und seinem Schatz

 

Da haben die kolumbianischen Inseln in der Karibik schon einen großen Vorteil gegenüber dem Festland. Der Schiffsverkehr hier dient nur der eigenen Versorgung. Zwar gibt es immer mal wieder einen gewissen, lautstarken Anspruch Nicaraguas auf die vor ihrer Haustür liegenden Inseln San Andres und Providencia (west. Karibik), aber seit dem eine kolumbianische Fregatte eigentlich immer in den Gewässern kreuzt hat man sich beruhigt.

 

 

San Andres war einst Unterschlupf des britischen Piraten Henry Morgan, der in der Karibik gegen die Spanier und Franzosen sein Unheil trieb. Hierher zog er sich zurück und angeblich hat er hier auch seinen Schatz versteckt. Nun ja, dieser ergibt sich heute für die Einheimischen darin, dem Touristen eine Höhle zu zeigen, die Eingang zu seinem Versteck gewesen sein soll. Sehen kann man allerdings nicht viel. Allerdings wird ein kräftiges Trinkgeld erwartet.... moderne Piraterie halt. Wahrscheinlich ist was dran an der geschichte und dass sind alles Morgans Nachfahren.....

E-Plus Online-Shop