Projekte: gestern, heute und morgen

 

Also auf dieser Seite geht es nun um die Projekte. Zum einen um die Dinge die ich bereits gemacht habe. Einige Leute werden den Unimog noch wieder erkennen. Auch der dazugehörige Anhänger ist bereits in die Analen der Geschichte eingegangen. Aber wer weiß, vielleicht sieht ja irgendwer zumindest den Anhänger noch auf irgend einer Straße. Der Unimog existiert in dieser Form nicht mehr. Ich habe ihn 2002 an Frank Flick zum Ausschlachten verkauft. Nun aber zu den Projekten....

 

Aufbau eines Unimog 404S Wohnmobiles:

Der erste Anlauf den, ich in Bezug auf geländegängige Wohnmobile gemacht habe, war im Jahr 1994 mein Unimog 404S.

 

 

Spaß hatten wir eine Menge und man wächst ja, wie bekannt, mit seinen Aufgaben. So ergab es sich, dass der 404S für die ihm gestellten Aufgaben zu klein und auch zu teuer wurde. Uns ergriff damals die Idee, dass man mit einem solchen Auto unbedingt in die Wüste muß. Nun ja, sechs Zylinder und jede Menge Durst auf verbleiten Sprit machten es da eher schwierig als Student eine solche Reise zu finanzieren. Also beschlossen wir, einige Kommilitonen und ich, einen passenden Anhänger aufzubauen, um eine Motorradbegleitung zu fahren, bei der die Krads je nach Lust und Laune auf dem Anhänger transportiert werden sollten. Somit hatten wir ein neues Projekt....

 

Aufbau eines geschlossenen Motorradtrailers für den 404S:

Bei der Idee stand eins direkt fest, zum einen muß es der originale 1,5t luftgebremste Anhänger zu dem Kübel sein und zum anderen sollte der Anhänger einen geschlossenen Aufbau wie der Kübel haben.

 

 

Und was soll ich sagen, auch dieses Fahrzeug, bzw. das Gespann hat nie Wüstensand unter seine Räder bekommen. Es ereignete sich nämlich, das zwei der insgesamt vier Teilnehmer gut zwei Monate vor der Fahrt der Meinung waren, ihre Böcke zu zerlegen. Was nicht so schlimm gewesen wäre, wenn nicht auch noch ein paar Knochen dabei gewesen wären. Nun ja, da standen wir dann wieder mit vier Leuten und der Durst des Unimog war durch den Anhänger natürlich nur noch größer geworden. Also, wieder aufgeschoben den Urlaub und statt nach Afrika nur nach Südfrankreich an den Pazifik zum Surfen und über das nächste Projekt nachgedacht....

 

Umbau des Unimog 404S von Benzin auf Diesel:

Es geht doch nichts über einen guten alten Mercedes Diesel. Nach genauer Beschäftigung mit dem Thema kamen wir zu dem Schluß, dass es eigentlich gar nicht so unmöglich ist, aus einem 27 Liter Bleibenzinschlucker einen fast sparsamen Diesel zu machen, der auch noch schneller und stärker ist.

 

 

Wir befinden uns jetzt übrigens im Jahr 1996. Da wir ja nun seit Anfang des Studiums schon immer über zwei Semester an einem neuen Projekt gearbeitet haben, nun die Entscheidung wie, wir an die Sache heran gehen sollen. Eigentlich ging es um zwei Themen. Das erste war die Form des Umbaus. Ob nun mit Hilfe einer speziellen Kupplungsglocke, die man in Süddeutschland erwerben konnte oder aber durch Ausgießen der originalen Schwungscheibe mit Blei, um auf die für den Diesel nötige Schwungmasse zu kommen. Die zweite Frage war dann, ob nun ein 3l Saugdiesel oder aber doch besser gleich die aufgeladene Version, die dann wenigstens die Leistung noch um 50% erhöht. Nun ja, die Lösung war definitiv die teuerste Option. Die Kupplungsglocke aus Bubenreuth mit samt Schwungscheibe vom Mercedes G und die aufgeladene 3l Maschine OM917 653A.

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Nun ja, was soll ich sagen, nach Afrika gekommen ist der Wagen auch mit Dieselmotor nicht. Der hat nämlich leider schon nach 2.500km den Geist aufgegeben. Ich hätte beim Kauf doch etwas genauer nachfragen sollen, was es bedeutet, wenn bei einer Generalüberholung des Motors Lager und Kurbelwelle angepaßt werden. Das angepaßte Lager in der Steuerkette des Motors machte sich jedenfalls nicht gut. Ganz so viel Spiel hatte diese einfach nicht. Ich mußte dann ziemlich schnell feststellen, dass ein Motor ohne Steuerkette nur noch kurz ein merkwürdiges Geräusch macht, bevor er stirbt....

 

Dann verging eine Menge Zeit und es passierte so einiges. Ich ging nach Spanien (eigentlich wollte ich ja mit dem Kübel fahren, statt dessen wurde es ein 85er VW Polo Fox), um mein Studium in Valencia fortzusetzen. Danach habe ich geheiratet und bin Vater geworden, womit ich dann immerhin eine Verstärkung für mein Team hatte. Allerdings hatte das Thema Ehe ungefähr genauso viel Aussicht, bestehen zu bleiben, wie es der Kübel hatte, nach Afrika zu kommen. Na ja, ich denke, die Chancen des Kübels waren größer. Egal, nun haben wir halt das Jahr 2005, die Scheidungsschlacht geht ins fünfte Jahr und es ist endlich ein Licht am Ende des Tunnels zu sehen.

 

Das vorläufige Ende einer Ära:

Und dann kam der letzte Akt der Ära Unimog. Der Abgang hatte schon was dramatisches. Das Ganze hatte etwas von einem Manöver und wurde von mir natürlich im Bild festgehalten.

 

 

Einen schönen Gruß hier noch einmal an Frank Flick, der dieses Manöver durchgeführt hat.

Erschreckend war bei unserem Besuch im April 2015, dass unser Anhänger immer noch dort rum steht. Zwar schon im Jahr 2008 in die USA verkauft, aber nicht abgeholt.

 

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Ach ja, ganz nebenbei habe ich mal zwischendurch ausprobiert, wie sich denn so ein englischer Geländewagen macht: ....unbequem, laut, stinkt und ist langsam. Eigentlich genau das, was man sich unter einem Geländewagen vorstellt.

 

 

Aber für lange Strecken und zum Verreisen nicht zu gebrauchen. Zumindest nicht in der militärischen Version, die ich gefahren habe.

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Also wird es Zeit, ein neues großes Projekt zu beginnen, um endlich wieder etwas Freiheit hinter dem Lenkrad und über den möglichst großen Reifen zu spüren. Männer brauchen einfach große Autos....

 

Aufbau eines geländegängigen Tauch- und Wohnmobils:

Wie ja schon ganz am Anfang in der Einleitung zu unserer Seite erwähnt, geht es um den Aufbau eines geländegängigen Wohnmobils, mit dem eine Familie sowohl einen normalen, als auch einen Tauchurlaub verleben kann.

 

Erst gingen die Ideen ja in Richtung Verwendung eines Pinzgauers, wie er auf dem Bild dargestellt ist. Sehr schön, wie ich finde, und wahrscheinlich auch vielseitig.

 

 

Bei genauer Betrachtung ergab sich allerdings, dass dieses Fahrzeug einige Nachteile haben würde. So gibt es die Version 712K nur mit Benzinmotor. Die Version wäre noch recht einfach zu beschaffen, da das Fahrzeug zumindest als Pritsche beim österreichischen Bundesheer sowie beim Schweitzer Militär in Verwendung ist. Die Diesel- Version, der 718K, ist da schon schwerer zu bekommen, zwar bei den britischen Streitkräften im Einsatz, aber immer noch sehr teuer und auch sehr selten zu haben.

 

Also weiter schauen. Irgend wann kam ich dann auf den Mercedes LA 911B MA. Von der Beschaffung unkompliziert, starker Dieselmotor mit bis zu 168 PS in der aufgeladenen Version des 1113 und eine vermutlich einfache Ersatzteilbeschaffung weltweit, da viele Baugruppen den gängigen LKW Typen von Mercedes entsprechen.

 

 

Also geht es ans Planen und Umsetzen. Mal sehen, wie es so wird. Hoffen wir mal, dass wir es dieses Mal auf die große Reise schaffen. Ich denke, Spaß werden wir auf jeden Fall wieder damit haben, was meint ihr....?

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Und dann kommt ja vielleicht doch alles ganz anders. Man(n) trödelt so durch Ebay, um evtl. interessante Angebote zum 911 zu finden, da sticht etwas anderes ins Auge....

 

Tauchwohnmobil auf Basis eines MAN 8.150 FAE Doppelkabine:

Bei der Suche nach einem LA911war ich schon auf das Nachfolgemodel von Daimler Benz gestoßen, der LA917, der ebenfalls beim THW oder der Feuerwehr im Einsatz ist. Diese Generation von Fahrzeugen basiert ebenfalls noch auf den guten alten Saugdieselmaschinen und die Elektronik hält sich noch in Grenzen. Nun ja, ich bin zwar selber Ingenieur der Elektrotechnik, aber in einem KFZ für auch mal längere Reisen in Gebiete ohne große Infrastruktur bevorzuge ich doch noch die konventionelle Art der Kraftfahrzeuge. Die kann man auch mal mit einem Hammer und etwas Draht notdürftig zusammenflicken.

 

 

Zur selben Gruppe gehören auch die "kleinen" MAN, die in Kooperation mit VW gebaut wurden. Hier gab es verschiedene Typen mit unterschiedlichen Motorisierungen.

 

 

Bei dem MAN 8.150 FAE zum Beispiel handelt es sich noch um eben diese Gruppe, die Anfang der 90er Jahre die Werkshallen der LKW-Fabriken verließen. Auf dem Bild ist die Einzelkabine eines RW1 des Katastrophenschutz bzw. der Feuerwehr zu sehen. Auch in Bezug auf dieses Fahrzeug sollte es eine Doppelkabine sein, die zur Verwendung kommt. Somit ergibt sich die Möglichkeit, die ja bei einer Fernreise auch interessant sein dürfte, bei der Fahrt mit vier oder sogar fünf Personen vorne sitzen zu können und somit was sehen zu können.

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Rein aus meiner Fahrzeugtradition paßt der MAN natürlich nicht so ganz in mein Schema. Nun ja, rein zufällig bot sich kurz vor Weihnachten dann auch noch die Möglichkeit den 8.150 ohne große Verluste wieder zu verkaufen. Der Funke für den Allrad Alleskönner hatte allerdings gezündet, jetzt muß die Flamme nur noch wachsen....

 

Eine Idee wird erwachsen: Vom MAN 8.150 FAE zum MAN Kat1

Allerdings wer sagt denn, dass Ideen nicht wachsen können. nun ja, diese Idee ist gerade auf dem Weg erwachsen zu werden. Ich denke einmal der MAN wird noch etwas wachsen und das Ziel für unser Geländewohnmobil sieht so aus. Nun ja, zumindest die Basis für das Wohnmobil....

 

 

....ich befürchte allerdings, dass einige Leute diese erneute Wendung nicht unter dem Begriff "erwachsen werden" einordnen können. Ich befürchte es werden Stimmen aufkommen, die eher auf das Gegenteil anspielen!

 

Ich sage nur eins, nach dem in meiner Heimat, dem Münsterland, ja vor kurzem steinzeitliche Verhältnisse ohne Strom geherrscht haben und in meiner jetzigen Region der Rhein regelmäßig dieKölner Altstadt besucht, um dort durch die Häuser zu fließen, kann ein Fahrzeug, dass auch beim Katastrophenschutz z.B. beim Elbehochwasser gute Dienste geleistet hat, ja nicht falsch sein.

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LKW 7t milgl der ersten Generation: Vor dem Kat 1 noch eben den Vorgänger

Aber bevor der KAT kommt gibt es noch ein kleines Zwischenprojekt. Nun ja, in der militärischen Karriere war es ja auch so, dass dem KAT die Erstaustattung der Bundeswehr voraus gegangen ist. Und es kann ja nicht schaden ein technisches Denkmal zu erhalten und eben dieses dann sogar noch praktisch zu nutzen. Weniger als Weltreisemobil. Ehr als mobile Tauchbasis, mit der man in Europa durch aus so manchen Blick auf den Autobahnen erhaschen kann. Süß iss´er doch....

 

.....und immerhin kommt sein Herz aus der selben Motorfamilie wie der luftgekühlte Deutz aus dem Kat1.

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IVECO Magirus 120-17ANW und es kam doch noch der Magirus

Nun ja, nicht dass wir vor der Arbeit Angst gehabt hätten, aber wir haben dann doch zu einem etwas moderneren Fahrzeug gefunden. Ein wunder schöner Werkzeugwagen, der ursprünglich einmal für die Deutsche Bundesbahn gebaut wurde. Wie schon andere Wagen dieses Typs (und seines Vorgängers Magirus Deutz 170D12) soll er nun unser geländetaugliches Wohnmobil werden.

 

 

Da sich allerdings noch die Frage um die Anzahl der möglichen Mitfahrer ergibt und der LKW Virus ja komplett eingeschlagen hat wurde kurzer Hand noch ein zweiter Laster gekauft. Na ja, wir haben halt mehr als nur einen Laster.

 

Mobile Tauchbasis auf Basis eines Magirus Deutz 170D11

Den Teil der mobilen Tauchbasis übernimmt dann unsere Nummer Zwei ein zünftiger Magirus Deutz 170D11 GKW vom THW.

 

 

Möge die Macht mit den beiden und natürlich mit uns sein....

...und die Macht ist mit uns. Und außerdem auch noch ein neues Fahrzeug bzw. ein Anhänger. Wenn Ihr weiter oben schaut denkt Ihr vielleicht, das gab es doch schon...

 

Wohnanhänger zur Mobile Tauchbasis auf 1-Achs-Anhänger neu Generation und FM 1 Shelter

Wie sich in der Erprobungsphase zeigte, war das Schlafen in Magie nur bedingt bequem. Besonders bei mehr als 2 Personen wurd es eng.  Also muss eine andere, zusätzliche Lösung her...

 

...ein Wohnwagen eben...